Sekundarstufe I & II Programme

An dieser Stelle möchten wir Ihnen unsere pädagogischen Angebote für die Sekundarstufe I und II präsentieren. Alle Angebote richten sich speziell an Kinder und Jugendliche zwischen dem 10 und 17. Lebensjahr. Die verschiedenen Entwicklungsstufen, die die Kinder und Jugendlichen in diesem Zeitraum durchlaufen werden in den einzelnen Programmen berücksichtig. Die verschiedenen Angebote werden von erfahrenen und professionellen Trainern im Rahmen der regulären Schulzeit, meist aber außerhalb des Schulgebäudes umgesetzt.


Programme für die Sekundarstufe I & II

Ausgangssituation

Aufmerksamkeits- und Motivationsprobleme, Defizite in der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Unsoziales Verhalten, mangelnde Selbstkontrolle und Selbststeuerungsdefizite.

Ziele

Steigerung der Lern- und Leistungsmotivation, höheres Selbstwertgefühl, gesteigerte Lebensplanungskompentenz.

Dauer / Organistation

13 Module a 2 Schulstunden, Gruppengröße max. 12 Personen. Druchführung mit externen Trainern.

Informationen zu Fit for life

Lehrkräfte, Eltern und die Jugendlichen selbst werden tagtäglich vor zahlreiche Herausforderungen wie bspw. Aufmerksamkeits- und Motivationsprobleme, Defizite in der Selbst- und Fremdwahrnehmung, unsoziales Verhalten wie auch Selbstkontroll- und Selbststeuerungsdefizite der Jugendlichen gestellt.

Fit for Life basiert auf einem Projekt des Zentrums für Klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen, das vom Sozialfond der Europäischen Union (Gemeinschaftsinitiative Beschäftigung) und der Bundesanstalt für Arbeit unterstützt wurde. Im Zentrum steht die Förderung von sozialen und berufsbezogenen Fertigkeiten benachteiligter Jugendlicher sowie die Förderung der emotionalen Intelligenz.

Das Trainingskonzept von Fit for Life begründet sich mit der sozial-kognitiven Lerntheorie von Bandura (1979), die das Erlernen sozialer Verhaltensweisen erklärt. Zusätzlich sind die Ausarbeitungen der sozial-kognitiven Informationsverarbeitung von Dodge (1986), der fünf Stufen der kognitiven Verarbeitung einer sozialen Situationen beschreibt, elementarer Bestandteil des Trainings. Zu den Verarbeitungsstufen zählen (1) Wahrnehmung der Situation, (2) Interpretation der Information, (3) Suche nach einer Reaktion, (4) Bewertung der Reaktionsmöglichkeiten und Auswahl der Reaktion sowie (5) Ausführung der Handlung.

Das Training bezieht sich auf alle fünf Stufen und will bspw. die Wahrnehmung und Interpretation von Jugendlichen verfeinern sowie ihre Reaktionsalternativen erweitern. Da benachteiligte Jugendliche oftmals über eine negative Konditionierung gegenüber Schule und Lernen verfügen, ist das Training lernfreundlich, d.h. kreativ, attraktiv und bewertungsfrei, gestaltet.

Das Training ist prinzipiell für alle Gruppen ab dem 10. - 12. Lebensjahr geeignet (je nach Reife). Zusätzlich ist es auch für Gruppen mit aggressiven und auffälligen Jugendlichen geeignet.

• Erhöhung der Aufmerksamkeit und Ausdauer

• Steigerung der Lern- und Leistungsmotivation

• Ausbau der Selbst- und Fremdwahrnehmung

• Aufbau eines stabilen Selbstbildes und einer realistischen Selbsteinschätzung

• Verbesserung der Selbstkontrolle und Selbststeuerung

• Zunahme des Einfühlungsvermögens (Empathie, Perspektivübernahme)

• Förderung der Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten

• Steigerung der Entscheidungs- und Planungskompetenzen (Beruf, Leben, Zukunft)

• Leichteres Annehmen von Lob und Kritik

• Überwinden von Misserfolg

• Rationales (gewaltfreies) Verhalten in Konflikten

Das Fit for Life Training beinhaltet 13 Module (z.B. Motivation, Beruf und Zukunft, Lob und Kritik etc.), die in wöchentlichen Sitzungen von idealerweise 90 Minuten bearbeitet werden. Die einzelnen Module sind so aufgebaut, dass sie eine Fähigkeit, Fertigkeit oder ein Lernbereich ins Zentrum stellen, die mit der Gruppe mithilfe verschiedener Methoden erarbeitet werden. Das Manual bietet weiterhin Begriffsklärungen, Unterziele der Module, drei alternative Übungsvorschläge sowie zusätzliches Arbeitsmaterial an.

Das Training kann mit dem beigefügten Evaluationsbogen systematisch ausgewertet werden.

Vor der Durchführung des Trainings findet ein Sondierungsgespräch mit den Beteiligten (Trainer, Schule und Lehrer) statt. Hierbei wird die detaillierte Durchführung des Trainings, wie auch die Besonderheiten der Klasse besprochen. Neben der grundsätzlichen Ausrichtung wird dabei auch ein individueller Schwerpunkt für die jeweilige Klasse gesetzt.

Etwa 4 - 6 Wochen nach der Durchführung erfolgt ein gemeinsames Reflexionsgespräch mit den Trainern, der Schule und den Lehrern.

Ein Training mit einem Trainer von 10 Einheiten und 90 Minuten kostet inklusive Vor- und Nachbereitung 600 € zzgl. Fahrtkosten. Ab einer Gruppengröße von mehr als 12 Teilnehmern wird die Gruppe geteilt und das Training mit zwei Trainern durchgeführt, wobei dann Gesamtkosten von 1.200 € zzgl. Fahrtkosten entstehen.

Das Jugendamt des Kreises Steinfurt bietet Interessierten Schulen oder Gruppen neben einer organisatorischen auch eine finanzielle Unterstützung und Förderung von 50 - 85 % an.

• Jugert, G.; Rehder, A,; Notz, P. und Petermann, F. 2006. Soziale Kompetenz für Jugendliche. Grundlagen, Training und Fortbildung. Weinheim und München.

• Bandura, A. 1979. Sozial-kognitive Lerntheorie. Stuttgart.

• Dodge, K.A.: 1986. A social information precessing model of social competence in children. In. M. Permutter (Ed.): Eighteeth Annual Minnesota symposium on child psychology. Hilsdale.

• Petermann, F. und Petermann, U.: 2005. Training mit aggressiven Kindern. Weinheim.

Ausgangssituation

Konflikte in der Klasse, auf dem Schulhof.

Ziele

Empathieförderung, Persönlichkeitsstärkung, konstruktive Konflikt-lösungsstrategien.

Dauer / Organistation

3 Vormittage a 5 Unterrichtsstunden mit externen Trainern.

Informationen zu Fair streiten

Fair Streiten ist ein Training zur konstruktiven Auseinandersetzung mit Konflikten, welches durch die Dipl.-Psych. Siglind Willms vom Haus Kloppenburg in Münster entwickelt wurde. Nach dem Verständnis dieses Konzeptes sind Konflikte nichts Negatives, sondern sie entstehen natürlicherweise, weil Menschen verschieden sind und weil eigene Interessen und Ansprüche oft mit denen anderer Menschen zusammenstoßen. In diesen Situationen kommt es darauf an, für seine eigenen Wünsche energisch einzutreten, aber das gleiche Recht auch den Anderen zuzugestehen.

Beim Fairen Streiten wird eine Lösung gesucht, mit der beide Seiten am Ende zufrieden sein können. Um zu dieser win-win-Lösung gelangen zu können, müssen die Schüler verschiedene Fähigkeiten wie bspw. Einfühlungsvermögen oder das Kommunizieren eigener Wünsche, einüben. Neben Kompetenzen, die für alle Kinder in Bezug auf konstruktive Konfliktlösung relevant sind, unterstützt das Konzept die Schüler auch individuell. Durch die Einteilung in Kleingruppen können unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden. Während manche Kinder ermutigt werden müssen, sich entschiedener durchzusetzen, müssen die anderen dafür sensibilisiert werden, sich in Schwächere einzufühlen und deren Grenzen zu respektieren.

Grundschulklassen

• Verbesserung der Selbstwahrnehmung und des Einfühlungsvermögens

• Sensibilisierung für eigene Gefühle und Gefühlsäußerungen anderer

• Ausbau der Kommunikation (z.B. Spiegeln)

• Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit (kalte und warme Dusche)

• Erweiterung von Problemlösungsstrategien (z.B. Fordern und Verweigern)

• Einüben von Strategien zur Selbstbehauptung

• Kennenlernen und Einüben des Fair-Streiten-Konzeptes mit Situationen aus dem Alltag der Schülerinnen und Schüler

Das Konzept Fair Streiten wird an drei aufeinanderfolgenden Schultagen mit den Kindern erarbeitet. Die Klasse beginnt jeden Schultag gemeinsam und teilt sich anschließend in die im Vorfeld festgelegten Kleingruppen. Somit haben die Schüler möglichst viel Gelegenheit an ihrer Persönlichkeit und Kompetenzen entsprechend der vorher abgestimmten Zielsetzungen zu arbeiten. Am Ende des Schultages trifft sich die Klasse wieder zur kurzen Reflektion des Tages und zum gemeinsamen Abschluss.

Zielsetzung der drei Projekttage ist neben der Persönlichkeitsstärkung der Schülerinnen und Schüler das Einüben eines ritualisierten Verfahrens mit dessen Hilfe Konflikte z.B. innerhalb des Klassenrates aber auch eigeninitiativ, z.B. in Pausensituationen, gelöst werden können.

Interessierte Schulen und Lehrer wenden sich im ersten Schritt an das Jugendamt des Kreises Steinfurt. In dem folgenden Erörterungsgespräch wird mit allen Seiten besprochen in welcher Form und Umfang das Training an der Schule umgesetzt wird. Hierbei wird auch das weitere Vorgehen, bzw. Folgeprojekte diskutiert.

Eine detaillierte und konkrete Angabe über die Kosten kann erst erfolgen, wenn die genaue Umsetzung besprochen worden ist.

http://www.haus-kloppenburg.de/?inc=40

Hier finden Sie eine weitere Kurzbeschreibung der Ideen hinter dem Konzept Fair Streiten und Material zum bestellen.

Ausgangssituation

Streit, Konflikte und Mobbing in einer Gruppe, mangelnder sozialer Umgang miteinander.

Ziele

Förderung von sozialen, kommunikativen und personeln Kompentenzen, gewaltfreie Konflikt-lösungsstrategien, Abbau von Mobbing, Aufbau von Schutzfaktoren.

Dauer / Organistation

2 Vormittage a 4 Zeitstunden mit externen Referenten.

Informationen zu Sozialtraining

Das Sozialtraining und die systemische Mobbingintervention ist Teil des bundesweit erfolgreichen Programms Konflikt-Kultur, das von Thomas Grüner geleitet wird.

Mobbing ist das systematisch wiederholte Schikanieren von Einzelnen und tritt vor allem in Zwangsgemeinschaften auf, aus denen Kinder und Jugendliche nicht so einfach fliehen können, z. B. in Ausbildungseinrichtungen, Heimen und natürlich der Schule. Das Phänomen ist nicht neu. Neu sind jedoch Erkenntnisse zu Ausmaß, Folgen und wirksamen Interventionsmöglichkeiten.

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge leiden in jeder Schulklasse statistisch ein bis zwei Kinder unter fortwährenden Attacken ihrer Mitschüler/-innen. Die Folgen für die Betroffenen sind gravierend: Gewaltphantasien, Rückzug, Depression, Suizidgedanken und psychosomatische Reaktionen zeigen die große Belastung der Opfer. Oftmals sind Lehrkräfte und beteiligte Erwachsene ratlos und unsicher im Umgang mit den Betroffenen. Tatsächlich besteht die Gefahr, dass Schritte, die auf den ersten Blick nahe liegen (z.B. nur Einzelgespräche) die Situation des betroffenen Kindes oder Jugendlichen erheblich verschlimmern.

Dieses Training zielt auf die Förderung sozialer, kommunikativer und personaler Kompetenzen. Erreicht wird dies u. a. durch die Arbeit an alltäglichen Konflikten zwischen Kindern und Jugendlichen, wie sie in Schulklassen oder festen Gruppen vorkommen.

Die ausgebildeten Trainer sind speziell geschult Konflikte, aber auch Mobbing, bspw. zwischen Jungen und Mädchen, einzelnen Cliquen oder im Zusammenhang mit Außenseitern zu erkennen und kompetent zu bearbeiten. Das Sozialtraining stärkt den respektvollen Umgang miteinander, die gegenseitige Wertschätzung und den Zusammenhalt in einer Gruppe und trägt somit auch positiv zur Klassenatmosphäre bei. Die positiven Beziehungserfahrungen wirken sich auf die Lernmotivation aus und führen erfahrungsgemäß zu einem verbesserten Arbeits- und Lernklima.

Das Training richtet sich an feste Kinder-/Jugendgruppen und Schulklassen der Primar- und Sekundarstufe, deren Mitglieder lernen möchten, wie Konflikte erfolgreich bearbeitet werden können.

Die Kinder und Jugendlichen lernen und erfahren, wie sie mit Schikane, Konflikten zwischen Mädchen und Jungen, interkulturellen Konflikten, Gruppenkonflikten und Außenseitern umgehen können und wie sie lernen können:

• ehrlich zu sein,

• die eigene Meinung offen zu äußern und die Meinungen anderer zu respektieren,

• soziale Regeln für das Zusammenleben zu entwickeln und sich gegenseitig bei der Einhaltung dieser Regeln zu unterstützen,

• unsoziales Verhalten von Mitschülern/-innen oder Gruppenteilnehmern/-innen konstruktiv zu kritisieren und prosoziales Verhalten anzuerkennen,

• problematische Verhaltensweisen unter Mithilfe der Klasse oder Gruppe in kleinen, realistischen und überprüfbaren Schritten abzubauen.

Im Sozialtraining und der systemischen Mobbingintervention arbeiten die Trainer und die Gruppe an zwei aufeinander folgenden Vormittagen a 4 Arbeitsstunden mit der gesamten Klasse, der Klassenleitung und ggf. weiteren beteiligten Lehrkräften. Die Intervention orientiert sich an schikanierendem Verhalten und eben nicht an der Suche nach Schuldigen. Mit der Gruppe werden konkrete Vereinbarungen getroffen, die von den beteiligten Lehrkräften anschließend langfristig thematisiert und kontrolliert werden sollen, um nachhaltigen Erfolg zu sichern. Hierzu gehören auch zwei je zweistündige Nachbetreuungstermine. Bei Bedarf wird ein Elternabend angeboten.

Zur Verhinderung und raschen Beendigung von Mobbing werden gemeinsam mit der Schulleitung strukturelle Maßnahmen besprochen, die auf der Ebene des Einzelnen, der Klasse und des Gesamtsystems ansetzen. Zum Thema Sozialtraining und systemische Mobbingintervention kann auch eine Fortbildung für das Kollegium durchgeführt werden.

Vor der Durchführung findet mit allen Beteiligten ein Sondierungsgespräch statt. Hierbei werden die für eine optimale Durchführung notwendigen Details, wie bspw. Besonderheiten der Klasse, häufige Konfliktherde, organisatorischer Ablauf, usw. besprochen.

Die Gesamtkosten für das Sozialtraining und die Mobbingintervention betragen 530 € inklusive Vor- und Nachbereitung und zzgl. Fahrtkosten. Das Jugendamt des Kreises Steinfurt bietet Interessierten neben einer organisatorischen auch ein finanzielle Unterstützung zwischen 50 - 85 %.

Grüner, T./Hilt, F. (2011): Systemische Mobbingprävention und Mobbingintervention. In: Huber, A. (Hrsg.): Anti-Mobbing-Strategien für die Schule. Praxisratgeber zur erfolgreichen und nachhaltigen Intervention. Köln: Wolters Kluwer. S. 89-106.

Grüner, T./Hilt, F. (2011): Systemische Mobbingprävention und Mobbingintervention. In: Bildung und Wissenschaft b&w, Zeitschrift der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg: Soziales Lernen. Gewaltprävention: konkrete Projekte beleuchten. Januar/Februar 2011. S. 24-26. Nachlesbar unter folgendem Link.

Grüner, T./Hilt, F./Tilp, C. (12. vollständig überarbeitete Neuauflage 2015): „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Hamburg: AOL-Verlag.

www.konflikt-kultur-freiburg.de/ (Stand 24. September 2016)

Ausgangssituation

Konflikte, Gewalt und Mobbing unter Schülern in der Klasse oder auf dem Pausenhof, schlechtes Klassenklima, häufige Unterrichtsstörungen, unsoziales Verhalten untereinander.

Ziele

Empathieförderung, Ausbau der Konfliktlösekompentenzen und Kommunikationsfähigkeiten, Prävention und Intervention von Mobbing.

Dauer / Organistation

Zusammenhängendes Kompaktseminar von 2 Tage x 7,5 Stunden mit vorherigem Vorbereitungsgespräch und eventuellem Elternabend sowie einem Auswertungsgespräch mit der Schule.

Informationen zu Wir sind Klasse

Das Wir sind Klasse Training zielt im Grundsatz auf eine Verbesserung des Klassenklimas bei einer gleichzeitigen Kompetenzsteigerung der einzelnen Schüler. Von seinem Ursprung her ist das Training ein Gewaltpräventionsseminar, das alle drei Ebenen der Gewaltprävention (die persönliche Ebene, die Handlungsebene und die strukturelle Ebene) mit einbezieht und somit aggressives Verhalten oder körperliche Auseinandersetzungen im Vorfeld verhindern möchte.

In der methodischen Umsetzung werden dabei die Jugendlichen aus ihrer persönlichen Ebene auf die strukturelle Ebene ihres Klassenverbandes herangeführt. Stetige Reflektionsmomente gekoppelt mit sozialpsychologischen Übungen, Klassenaufgaben und Bewegungseinheiten provozieren eine Spiegelung des Einzel- und Gruppenverhaltens.

Um bei den Jugendlichen auf der Handlungsebene Veränderungen hervorzurufen, wird mit Techniken des Psychodramas nach Moreno im Sinne des Rollenspiels, Provokation nach F. Farrelly und mittels des "Heißen Stuhls" nach F. Pearls gearbeitet.

Schulklassen der Jahrgangsstufen 5 bis 10 aller Schulformen.

• Die Entwicklung von Gemeinschaftlichkeit und Kooperation

• Auseinandersetzung mit positiven und negativen Persönlichkeitsanteilen

• Interesse an gemeinsamen Zielen wecken

• Wahrnehmung eigener und fremder Gefühle

• Sinnvolles Verhalten in Bedrohungssituationen

• Konstruktive Kommunikation

Das Projekt Wir sind Klasse bedient sich der theoretischen Bausteine von Fit for Life und dem Deeskalations- und Anti-Aggressionstraining.

Die konkrete Umsetzung erfolgt in einem 2-tägigen Kompaktseminar mit insgesamt 15 Arbeitsstunden, z.B. 8:00 Uhr bis 15:30 Uhr an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. Idealerweise findet das Projekt außerhalb des Schulgebäudes statt, um so Ablenkungen durch Pausenklingel, andere Schüler, usw. zu vermeiden. Das Training wird von zwei Referenten mit dem gesamten Klassenverband durchgeführt. Die Klassenlehrer begleiten die Gruppe, halten sich aber im Hintergrund.

Das Training ist besonders geeignet für die primäre und sekundäre Prävention, d.h. es schützt im Allgemeinen vor negativen Entwicklungen innerhalb eines Klassenverbandes oder bietet die Möglichkeit, bestehende Konflikte aufzuarbeiten und Lösungsansätze zu entwickeln. Im Fokus steht jedoch immer die Stärkung der Klassengemeinschaft, die das prosoziale Miteinander fördert.

Vor der Durchführung des Trainings findet ein Sondierungsgespräch mit der Schule, Klassenlehrern und einem Haupttrainer oder Koordinator statt. Hier wird die detaillierte Durchführung des Trainings, wie auch die Besonderheiten der jeweiligen Klasse besprochen. Neben der grundsätzlichen Ausrichtung und dem Ablauf des Trainings wird dabei ein individueller Schwerpunkt für jede Klasse gesetzt.

Etwa 2 - 4 Wochen nach der Durchführung erfolgt ein Reflexionsgespräch mit allen Beteiligten.

Die Gesamtkosten für ein Wir sind Klasse Training betragen 990 € zzgl. Fahrtkosten. Das Jugendamt des Kreises Steinfurt bietet Interessierten neben einer organisatorischen auch ein finanzielle Unterstützung zwischen 50 - 85 % an.

Farrelly, Frank und Brandsma, Jeff 1986: Provokative Therapie. Heidelberg.

Moreno, J.L. 1959: Gruppenpsychotherapie und Psychodrama. Stuttgart.

Kontakt

Projektleitung:

Waldemar Magel, M.A.

magel@sozialstark.de

Tel.: 05482 - 703 341

Fax: 05482 - 703 774

Vereinssitz

Mediencooperative Steinfurt e.V.

Schulstraße 4

49492 Westerkappeln

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