Kita Programme

An dieser Stelle möchten wir Ihnen unsere pädagogischen Angebote für den KiTa-Bereich präsentieren. Alle Angebote richten sich speziell an Kinder zwischen dem 3. und 6. Lebensjahr und beziehen ihren Entwicklungsstand mit ein.


Programme für die Kita

Ausgangssituation

Mangelnder Umgang mit eigenen Gefühlen, unsicheres und / oder aggressives Verhalten.

Ziele

Soziale und emotionale Kompetenzförderung, vor allem Ausbau der Empathiefähigkeit, der Impulskontrolle und einem adäquaten Umgang mit eigenen Gefühlen.

Dauer / Organistation

Faustlos wird von den Klassenlehrern / Gruppenleitern umgesetzt. Das Kreisjugendamt berät und unterstützt Schulen und Kindergärten.

Informationen zu Faustlos

Das Programm Faustlos will durch kindgerechte Methoden und Arbeitsweisen Kindern den Umgang mit eigenen negativen Gefühlen wie Angst, Wut oder Ärger näher bringen. Die Kinder sollen - dem Programnamen folgend - lernen belastende Situationen und Konflikte gewaltfrei zu lösen. Einen wichtigen Baustein innerhalb dieses Programms spielt dabei die Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen.

Faustlos ist damit im Grunde ein Training zur Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen von Grundschulkindern. Innerhalb des Programms wird aber ein thematischer Schwerpunkt in den Bereichen Empathieförderung, Impulskontrolle und einem adäquaten Umgang mit eigenen (negativen) Gefühlen. Es ist somit ein primäres Präventionstraining von gewalttätigem und aggressivem Verhalten.

Faustlos ist die deutsche Version des us-amerikanischen Programms Second Step. Das Programm bezieht entwicklungspsychologische Veränderungen im Kindesalter mit ein. Zudem bilden die aktuellen entwicklungspsychologischen Befunde bilden das theoretische Fundament.

Grundschulklassen der Jahrgangsstufe 1 - 4.

Abwandlungen des Programms gibt es auch speziell für Kindergärten und für die Sekundarstufe.

Die Kinder sollen in vier Schritten lernen, mit ihren eigenen Gefühlen wie bspw. Wut oder Ärger umzugehen. Das Programm orientiert sich dabei stets an folgenden vier Leitfragen:

1. Wie fühlt sich der eigene Körper an?

2. Wie kannst du dich beruhigen?

3. Wie kann eine Lösung des Problems aussehen?

4. Wie kann ich die Situation auswerten und was kann ich aus ihr lernen?

Die Klassenlehrer setzen das Programm mit Hilfe des Handbuchs mit ihrer jeweiligen Klasse eigenständig um, da innerhalb des Programms die Klassenlehrer als Experten für ihre Schüler/innen angesehen werden. Die Lehrkräfte erhalten hierfür eine spezielle Fortbildung, die ihnen die konkreten Methoden sowie die Umsetzung des Programms näherbringt.

Idealerweise wird das Programm über drei Schuljahre ganzheitlich, d.h. in wöchentlichen Sitzungen, umgesetzt.

Die Umsetzung von Faustlos wird einerseits bundesweit durch die Stiftung Bündnis für Kinder unterstützt und gefördert. Andererseits bietet das Jugendamt des Kreises Steinfurt interessierten Kindergärten und Grundschulen organisatorische und finanzielle Unterstützung zur Implementierung und Umsetzung in ihren Einrichtungen.

Eine detaillierte und konkrete Angabe über die Kosten kann erst erfolgen, wenn die genaue Umsetzung besprochen worden ist.

Die Internetseite www.faustlos.de bietet zahlreiche Informationen zu Faustlos als Programm sowie zu den Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitung.

Ausgangssituation

Nonkonformes Verhalten von Kindern und erhöhtes Risiko für delinquentes Verhalten.

Ziele

Papilio ist eine entwicklungsorgientierte Sucht- und Gewaltprävention, wobei: 1) allgemeine Risikofaktoren reduziert, 2) Schutz- und Resilienzfaktoren aufgebaut und 3) eine altersgemäße Entwicklung gefördert werden soll.

Dauer / Organistation

Papilio wird von den Erziehern eigenständig umgesetzt. Das Jugendamt des Kreises Steinfurt berät und unterstützt die Kindergärten.

Informationen zu Papilio

Papilio ist ein speziell entwickeltes Programm für Kindergartenkinder, weshalb es mit seinen Inhalten und Methoden in einer frühen Phase der Entwicklung und Erziehung ansetzt. Das Programm ist eine Neu- und Weiterentwicklung des Rotary Projektes Aktion Leben ohne Sucht und Gewalt für Kinder. Damit ist es konzeptionell in der entwicklungsorientierten Sucht- und Gewaltprävention einzuordnen. In Deutschland wurde Papilio erstmals im Schuljahr 2003/2004 in Augsburg implementiert und dabei wissenschaftlich begleitet.

Die zugrundeliegende Idee von Papilio ist, dass eine Abnahme, Verminderung oder Verhinderung von ersten Verhaltensauffälligkeiten bei Kindergartenkindern, bei gleichzeitiger Zunahme prosozialer Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kompetenzen, das Risiko von Verhaltensproblemen oder gar ernstzunehmenden Verhaltensstörungen reduziert.

Methodisch werden demnach in der Arbeit mit Kindern Risikofaktoren für aggressives und nonkonformes Verhalten minimiert sowie gleichzeitig Schutzfaktoren aufgebaut und gefördert. Das Konzept des Programmes gründet sich auf aktuelle entwicklungspsychologische Erkenntnisse, wonach bspw. normgerechtes Verhalten erlernbar sei und gewisse Auffälligkeiten in einem bestimmten Alter und Maße normal wären.

Das Programm versucht alle drei Akteursebenen der Erziehung (Erzieher, Kinder und Eltern) in die pädagogische Arbeit mit einzubeziehen.

Papilio richtet sich an Kinder ab dem 4. Lebensjahr und damit primär an Kindergärten.

Die Umsetzung des Programms reduziert erste Verhaltensauffälligkeiten und bietet einen Präventivschutz vor Sucht und Gewalt. Dabei werden:

• Risikofaktoren reduziert

• Schutzfaktoren und Resilienzfaktoren und

• eine altersgemäße Entwicklung gefördert.

Papilio richtet sich zwar in seiner pädagogischen Ausrichtung an alle drei Akteursebenen der Erziehung, jedoch erhält der Erzieher eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Methoden. Vor dem Start eines Programms besuchen die Erzieher eine 8. tägige Fortbildung, in denen ihnen neben den einzelnen Methoden und der Umsetzung auch Grundzüge von entwicklungsfördernden Erziehungsverhalten näher gebracht werden.

Bei der Umsetzung der einzelnen Methoden und Module zeigen die Erzieher den Kindern so in spielerischen Maßnahmen, wie sie eigene Bedürfnisse besser formulieren können und Absprachen mit Anderen treffen. Dabei wird gleichzeitig ihre Aufmerksamkeitsspanne und ihre Mitverantwortung in einer Gruppe gefördert. Die Erzieher unterstützen die Kinder beim Erkennen und Umgang ihrer Basisgefühle wie Wut, Trauer, Angst oder Freude und fördern somit das eigenständige Lösen von Problemen.

Die Erziehungsberechtigten werden bewusst in das Programm einbezogen. Sie erhalten je nach Bedarf und Wunsch Informationen und Unterstützung bei Erziehungsfragen.

Idealerweise soll Papilio wiederkehrend und ganzheitlich im Kindergarten integriert und umgesetzt werden. Dadurch wird gewährleistet, dass die Kinder ausreichend Raum und Zeit erhalten, um ihre Fertigkeiten und Verhaltensweisen zu üben, zu besprechen, zu reflektieren und zu modifizieren.

Papilio wird durch die Augsburger Puppenkiste unterstützt und in NRW durch die Barmer Krankenkasse gefördert. Zudem bietet das Jugendamt des Kreises Steinfurt interessierten Kindergärten organisatorische und finanzielle Unterstützung zur Implementierung und Umsetzung in ihren Einrichtungen.

Eine detaillierte und konkrete Angabe über die Kosten kann erst erfolgen, wenn die genaue Umsetzung besprochen worden ist.

www.papilio.de
Auf dieser Webseite können detaillierte Informationen zum Programm Papilio, der Durchführung und der Ergebnisse der Evaluation eingesehen werden.

Kontakt

Projektleitung:

Waldemar Magel, M.A.

magel@sozialstark.de

Tel.: 05482 - 703 341

Fax: 05482 - 703 774

Vereinssitz

Mediencooperative Steinfurt e.V.

Schulstraße 4

49492 Westerkappeln

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