Qualifizierung für Fachkräfte

An dieser Stelle möchten wir Ihnen unsere Fortbildungsangebote für pädagogische Fachkräfte präsentieren. Alle Angebote richten sich speziell an ehrenamtlich oder professionell tätige Personen im KiTa und / oder Schulbereich. Sie sind praxisorientiert und schnell umzusetzen. Die verschiedenen Angebote werden entweder direkt von uns durchgeführt oder wir leiten Ihre Anfrage an die entsprechenden Stellen weiter und unterstützen Sie organisatorisch.


Pädagogische Fachkräfte

Ausgangssituation

Aufmerksamkeits- und Motivationsprobleme, Defizite in der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Unsoziales Verhalten, Selbstkontrolle und Selbststeuerungsdefizite.

Ziele

Steigerung der Lern- und Leistungsmotivation, höheres Selbstwertgefühl, gesteigerte Lebensplanungs-kompentenz.

Dauer / Organistation

15 Module a 2 Schulstunden, Grupengröße max. 12 Personen. Druchführung mit externen Trainern.

Informationen zur Schulberatung

Ausgangssituation

Konflikte in der Klasse, auf dem Schulhof.

Ziele

Empathieförderung, Persönlichkeitsstärkung, konstruktive Konfliktlösungsstrategien

Dauer / Organistation

Individuell für die Gruppe zusammengestellte Fortbildung von 2 bis 8 Tagen Die Teilnehmer führen anschließend das Programm eigenständig mit ihren Gruppen durch

Informationen zu Bei Stopp ist Schluss

Konflikte unter Menschen sind alltäglich und begegnen uns auf allen Ebenen des Lebens. Aber nicht Konflikte per se, also das Auseinandersetzen mit anderen Meinungen und Ansichten, sind negativ zu betrachten, sondern Konfliktlösungen, die bspw. auf Macht, Drohungen oder Gewalt beruhen.

Für Kinder und Jugendliche sind Konflikte ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum Erwachsen werden. Sie lernen so auf Andere zuzugehen, ihre Position nachzuvollziehen und mit eigenen wie auch anderen Interessen und Bedürfnissen umzugehen.

Genau an dieser Schnittstelle setzt Bei Stopp ist Schluss an. Das von Thomas Grüner und Franz Hilt entwickelte Konzept geht davon aus, dass Konflikte unter Schülern alltäglich und grundsätzlich nicht negativ sind. Vielmehr steht der Umgang mit Konflikten im Zentrum der Betrachtungs- und Arbeitsweise. Hierfür wird das Recht auf respektvollen Umgang miteinander erarbeitet, verdeutlicht und eingeführt. Eine Klasse muss daher unter Anleitung des Lehrers oder Trainers soziale Spielregeln finden und umsetzen, die für alle verbindlich sind und deren Nichteinhaltung Konsequenzen hat. Die Klasse erarbeitet somit Regeln für ihr Zusammenleben.

Pädagogen lernen so das richtige und konstruktives Streiten und wie sie es an ihre Gruppen vermitteln. Dies stärkt die Ehrlichkeit, Kritikfähigkeit, Selbstverantwortung und Problemlösungskompetenzen der Gruppenmitglieder und führt so zu einer Reduzierung von aggressivem und gewalttätigem Verhalten. Da die Gruppenstrukturen sichtbar gemacht werden, können soziale Schieflagen wie bspw. Mobbing aufgedeckt und mithilfe der sozialen Spielregeln bearbeitet werden.

Lehrer aller Schulformen, Jugendgruppenleiter, Schulsozialarbeiter, pädagogische Fachkräfte.

• Aufbau einer positiven Konfliktkultur

• Vermittlung von sozialen Spielregeln und Werten

• Stärkung des Gemeinschaftsgefühls

• Konstruktive Lösung von Konflikten

• Stärkung der Schutzfaktoren

Die Teilnehmer der Fortbildung erhalten einerseits einen tiefen Einblick in das Verständnis einer positiven Konfliktkultur sowie andererseits zahlreiche Methoden, Beschreibungen, Tipps sowie Beispiele der praktischen Durchführung inklusive Manual mit Erläuterung aller Module.

Für die Durchführung erhalten die Trainer ein curriculares Manual mit 12 Modulen. Jedes Modul enthält Methoden sowie verschiedene methodische Anregungen zur Durchführung der Einheiten. Jedes Module gliedert sich in zwei Punkte. Einerseits die Er- und Bearbeitung der Regeln des Zusammen-Arbeitens und andererseits der Regeln des Zusammen-Lebens. Darin geht es bspw. um das Einführen und Durchsetzen von Verhaltensregeln, aber auch um Fragen der eigenen Haltung gegenüber Schülern.

Die einzelnen Module sind extra zeitlich flexibel gehalten. Dem Trainer steht es also frei Module nach dem Bedarf der Gruppe zu gewichten, also auf bestimmte Themen mehr oder weniger einzugehen.

Interessierte Schulen und Lehrer treten mit dem Jugendamt des Kreises Steinfurt im Kontakt und beide Seiten erörtern die konkrete Umsetzung.

Eine detaillierte und konkrete Angabe über die Kosten kann erst erfolgen, wenn die genaue Umsetzung besprochen worden ist.

Grüner, Thomas und Hilt, Franz 2010: Bei Stopp ist Schluss! Werte und Regeln vermitteln. Buxtehude. 10. Auflage.

Ausgangssituation

Streit, Konflikte und Mobbing in einer Gruppe, mangelnder sozialer Umgang miteinander

Ziele

Förderung von sozialen, kommunikativen und personellen Kompetenzen, gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien, Abbau von Mobbing, Aufbau von Schutzfaktoren.

Dauer / Organistation

Fortbildung von 3 x 4 Tagen, die je nach Gruppe individuell angepasst werden kann. Im Rahmen der Fortbildung muss jeder Teilnehmer ein Sozialtraining eigenständig durchführen, wofür er eine Rückmeldung vom Fortbildungsleiter erhält.

Informationen zu Mobbingintervention

Das Sozialtraining und die systemische Mobbingintervention ist Teil des bundesweit erfolgreichen Programms Konflikt-Kultur, das von Thomas Grüner geleitet wird.

Mobbing ist das systematisch wiederholte Schikanieren von Einzelnen und tritt vor allem in Zwangsgemeinschaften auf, aus denen Kinder und Jugendliche nicht so einfach fliehen können, z. B. in Ausbildungseinrichtungen, Heimen und natürlich der Schule. Das Phänomen ist nicht neu. Neu sind jedoch Erkenntnisse zu Ausmaß, Folgen und wirksamen Interventionsmöglichkeiten.

Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge leiden in jeder Schulklasse statistisch ein bis zwei Kinder unter fortwährenden Attacken ihrer Mitschüler/-innen. Die Folgen für die Betroffenen sind gravierend: Gewaltphantasien, Rückzug, Depression, Suizidgedanken und psychosomatische Reaktionen zeigen die große Belastung der Opfer. Oftmals sind Lehrkräfte und beteiligte Erwachsene ratlos und unsicher im Umgang mit den Betroffenen. Tatsächlich besteht die Gefahr, dass Schritte, die auf den ersten Blick nahe liegen (z.B. nur Einzelgespräche) die Situation des betroffenen Kindes oder Jugendlichen erheblich verschlimmern.

Die Fortbildung zielt darauf Trainer zu ermächtigen soziale, kommunikative und personale Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen systematisch zu fördern. Innerhalb der Fortbildung wird das Phänomen Mobbing, inklusive Entstehung, Prävention und Intervention, aus einer theoretischen und praktischen Perspektive betrachtet. Auch die praktischen Methoden zur Prävention und Intervention sowie das gesamte Sozialtraining werden theoretisch begründet. So baut der Trainer ein tiefes Verständnis für Mobbing, seine Ursachen, seine Wirkungen und seine Bearbeitung auf.

Jeder Teilnehmer erhält Skripte und Manuale für die Durchführung eines Sozialtrainings zur systematischen Mobbingprävention und -intervention.

Für die Gruppe ergibt sich ein positiver Nebeneffekt, denn das Sozialtraining stärkt den respektvollen Umgang miteinander, die gegenseitige Wertschätzung und den Zusammenhalt und trägt somit auch positiv zur Klassenatmosphäre bei. In einer Schulklasse können sich die positiven Beziehungserfahrungen auch auf die Lernmotivation ausüben. Dies führt erfahrungsgemäß zu einem verbesserten Arbeits- und Lernklima.

Lehrer aller Schulformen, Jugendgruppenleiter, Schulsozialarbeiter, pädagogische Fachkräfte.

Die Kinder und Jugendlichen lernen und erfahren, wie sie mit Schikane, Konflikten zwischen Mädchen und Jungen, interkulturellen Konflikten, Gruppenkonflikten und Außenseitern umgehen können und wie sie lernen können:

• ehrlich zu sein,

• die eigene Meinung offen zu äußern und die Meinungen anderer zu respektieren,

• soziale Regeln für das Zusammenleben zu entwickeln und sich gegenseitig bei der Einhaltung dieser Regeln zu unterstützen,

• unsoziales Verhalten von Mitschülern/-innen oder Gruppenteilnehmern/-innen konstruktiv zu kritisieren und prosoziales Verhalten anzuerkennen,

• problematische Verhaltensweisen unter Mithilfe der Klasse oder Gruppe in kleinen, realistischen und überprüfbaren Schritten abzubauen.

Die Fortbildung vollzieht sich insgesamt über 12 Tage, die in drei Blöcke á 4 Tage aufgeteilt werden. Die einzelnen Blöcke finden in der Regel alle 2 - 3 Monate statt. Im Rahmen der Fortbildung führt jeder Teilnehmer ein Mustertraining eigenhändig durch. Dieses wird aufgezeichnet und dem Fortbildungsleiter zur Verfügung gestellt. Jeder Teilnehmer erhält anschließend ein individuelles Feedback. Zusätzlich hospitieren alle Teilnehmer an einem Sozialtraining, welches vom Fortbildungsleiter durchgeführt wird.

Am Ende der Fortbildung ist jeder Teilnehmer in der Lage ein Sozialtraining zur Mobbingprävention und -intervention eigenständig durchzuführen. Er erhält Skripte und Manuale für eine vielschichtiges, differenziertes und auf die Gruppe individuell angepasstes Training.

Interessierte Schulen und Lehrer treten mit dem Jugendamt des Kreises Steinfurt im Kontakt und beide Seiten erörtern die konkrete Umsetzung.

Eine detaillierte und konkrete Angabe über die Kosten kann erst erfolgen, wenn die genaue Umsetzung besprochen worden ist.

Grüner, T./Hilt, F. (2011): Systemische Mobbingprävention und Mobbingintervention. In: Huber, A. (Hrsg.): Anti-Mobbing-Strategien für die Schule. Praxisratgeber zur erfolgreichen und nachhaltigen Intervention. Köln: Wolters Kluwer. S. 89-106.

Grüner, T./Hilt, F. (2011): Systemische Mobbingprävention und Mobbingintervention. In: Bildung und Wissenschaft b&w, Zeitschrift der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg: Soziales Lernen. Gewaltprävention: konkrete Projekte beleuchten. Januar/Februar 2011. S. 24-26. Nachlesbar unter folgendem Link.

Grüner, T./Hilt, F./Tilp, C. (12. vollständig überarbeitete Neuauflage 2015): „Bei STOPP ist Schluss!“ Werte und Regeln vermitteln. Hamburg: AOL-Verlag.

www.konflikt-kultur-freiburg.de/ (Stand 24. September 2016)

Ausgangssituation

Streit und Konflikte in Familien mit Kindern.

Ziele

Förderung von sozialen, kommunikativen und personellen Kompetenzen bei den Kindern und Jugendlichen sowie Ausbau der Erziehungskompetenzen von Eltern.

Dauer / Organistation

7 Termine mit je 3 Unterrichtsstunden, Durchführung in Kooperation mit der Schule.

Konflikttraining mit Eltern

Streit kommt in den besten Familien vor, bspw. um das Fernsehprogramm, Heimkommzeiten, Geld- und Konsumwünsche, Benehmen und die schulischen Leistungen der Kinder und Jugendlichen. Oftmals enden diese Streitigkeiten in handfesten Konflikten und in Machtkämpfen wobei Eltern versuchen mit der Androhung von Sanktionen und Strafen ihre Position durchzusetzen.

Statt nun im stillen Kämmerchen Machtkämpfe mit dem Nachwuchs auszutragen, üben Eltern in diesem Training mit anderen Eltern wertschätzende Alternativen. Dies geschieht dabei mit einem zentralen Partner in Sachen Erziehung, der Schule.

Damit Erziehung stressfrei abläuft, lernen Eltern:

• in Konflikten gelassen und trotzdem konsequent zu bleiben

• Vereinbarungen zu treffen und Grenzen zu setzen

• neutral und sachlich zu argumentieren

• den eigenen Standpunkt zu vertreten und gleichzeitig die Bedürfnisse der Kinder wahrzunehmen

Das Training richtet sich an alle Eltern mit Kindern im Kindergartenalter bis hin zur Volljährigkeit.

• gemeinsame Erziehungsverantwortung

• gemeinsame Erziehungsziele

• Ergänzung zur Schüler Streitschlichtung

• Erweiterung der Handlungsfähigkeiten der Eltern

• Weniger Störung im Unterricht

• Abbau von Mobbing und Gewalt

Die Durchführung findet in Kooperation mit der Schule statt. Insgesamt werden 7 Treffen mit jeweils 3 Unterrichtsstunden pro Training durchgeführt. Idealerweise findet ein Treffen pro Woche statt. Die Teilnehmerzahl ist auf max. 16 beschränkt.

Vor der Durchführung des Trainings findet ein Sondierungsgespräch mit der Schulleitung, Lehrern, den Referenten sowie dem Jugendamt des Kreises Steinfurt statt. Hier werden alle Einzelheiten und Details zum Ablauf, Terminierung, Programm usw. besprochen und festgelegt.

Etwa 2 - 4 Wochen nach der Durchführung findet ein Reflexionsgespräch statt.

Die konkreten Kosten werden der Schule und dem Kreisjugendamt entweder gesondert oder ebenfalls in dem Sondierungsgespräch geklärt. Dies wird in einer schriftlichen Vereinbarung festgehalten.

Kontakt

Projektleitung:

Waldemar Magel, M.A.

magel@sozialstark.de

Tel.: 05482 - 703 341

Fax: 05482 - 703 774

Vereinssitz

Mediencooperative Steinfurt e.V.

Schulstraße 4

49492 Westerkappeln

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